Neuigkeiten

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um das Multiple Myelom. Die Informationen werden von Myelom.Online e.V. zur Verfügung gestellt.

Myelom.Online bietet verständliche, geprüfte Informationen zum Multiplen Myelom – für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Mit aktuellen Nachrichten, Ratgebern, Veranstaltungen und Selbsthilfeangeboten.
  • Die überarbeitete und ergänzte Ausgabe des Patienten-Handbuchs Multiples Myelom 2026 ist erschienen. Das Handbuch richtet sich an Patient:innen, Angehörige und Interessierte und bietet verständliche Informationen rund um Erkrankung, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und den Umgang mit dem Multiplen Myelom im Alltag. Die aktuelle Auflage wurde vom Heidelberger Myelomzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg und NCT Heidelberg mit Unterstützung verschiedener Selbsthilfeorganisationen, darunter Myelom.Online e. V., überarbeitet. Ziel ist es, Betroffene gut zu informieren und sie im Gespräch mit dem behandelnden Ärzteteam zu unterstützen.

  • Forschende aus Heidelberg und Berlin haben Hinweise darauf gefunden, dass bei CAR-T-Zelltherapien nicht nur die Menge der verabreichten Zellen zählt, sondern vor allem deren Qualität. Bestimmte besonders wirksame CAR-T-Zellen könnten entscheidend dafür sein, wie gut eine Therapie anspricht. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

    Was bedeutet das für Myelompatient?
    CAR-T-Zelltherapien sind auch beim wiederkehrenden oder schwer behandelbaren Multiplen Myelom eine wichtige moderne Behandlungsoption. Die neuen Erkenntnisse ändern die Behandlung derzeit nicht unmittelbar. Sie könnten aber künftig helfen, CAR-T-Zellprodukte besser zu bewerten und Therapien gezielter zu planen.

  • In der 17. Folge der Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über eine Frage, die viele Patient im Verlauf ihrer Erkrankung beschäftigt: Wann ist eine Therapie zeitlich begrenzt – und wann wird sie als Erhaltung oder kontinuierliche Behandlung fortgeführt?

    Vor dem Hintergrund aktueller Studiendaten und der 2025 aktualisierten EHA-EMN-Leitlinien erklärt Prof. Goldschmidt, welche Rolle Induktion, Konsolidierung und Erhaltungstherapie spielen und warum Faktoren wie Remissionstiefe, MRD-Negativität, Risikoprofil, Verträglichkeit und Lebensqualität für die individuelle Therapiedauer wichtig sind.

    Die Folge zeigt: Die Frage „Wie lange muss ich behandeln?“ lässt sich heute immer differenzierter beantworten.

  • Moderne Immuntherapien haben die Behandlung des Multiplen Myeloms deutlich verändert: Immer häufiger werden sehr tiefe Remissionen erreicht, bei denen keine minimale Resterkrankung (MRD) mehr nachweisbar ist. Doch MRD-Negativität ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Heilung. Ein aktueller Beitrag im Deutschen Ärzteblatt beleuchtet, warum ein modernes Verständnis von Heilung über reine Messwerte hinausgeht – und warum dauerhafte Krankheitskontrolle, Therapiefreiheit und Lebensqualität dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch neue Therapieansätze wie bispezifische Antikörper und T-Zell-aktivierende Verfahren werden eingeordnet.

  • In der neuen Folge der Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über eine zentrale Frage in der Behandlung des Multiplen Myeloms: Wie intensiv sollte eine Therapie sein? Dabei erklärt er, warum Behandlungsentscheidungen immer individuell getroffen werden müssen und welche Rolle Alter, körperliche Fitness, Begleiterkrankungen, Risikoprofil, Verträglichkeit und Lebensqualität spielen.

    Außerdem ordnet Prof. Goldschmidt aktuelle Studiendaten, Leitlinienempfehlungen, moderne Kombinationstherapien, die Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation sowie die Bedeutung von Remissionstiefe und MRD-Negativität ein. Die Folge zeigt: Eine möglichst intensive Therapie ist nicht automatisch für jede Patientin und jeden Patienten die beste Wahl.

  • Beim Multiplen Myelom können krankhafte Plasmazellen im Knochenmark ungleichmäßig verteilt sein. Manchmal bilden sie einzelne Herde im Körper, die bei einer üblichen Knochenmarkpunktion nicht immer erfasst werden. Moderne Ganzkörper-Bildgebungen wie MRT, CT und PET-CT können helfen, solche Veränderungen sichtbar zu machen und die Erkrankung genauer einzuschätzen.

    Die AG Bildgebung des Heidelberger Myelomzentrums untersucht, wie bildgebende Verfahren noch gezielter genutzt werden können – zum Beispiel, um auffällige Herde genauer zu analysieren und Bildgebungsbefunde mit weiteren biologischen und genetischen Informationen zu verbinden. Ziel ist es, das Multiple Myelom besser zu verstehen und langfristig die Diagnostik und Verlaufsbeurteilung weiter zu verbessern.