Neuigkeiten
Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um das Multiple Myelom. Die Informationen werden von Myelom.Online e.V. zur Verfügung gestellt.
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Erhaltungstherapie beim Multiplen Myelom
Länger ist nicht immer besser?
Eine aktuelle Auswertung der ENDURANCE-Studie wirft die Frage auf, ob eine Erhaltungstherapie beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom immer unbegrenzt fortgeführt werden muss. In der untersuchten Gruppe war eine auf zwei Jahre begrenzte Erhaltungstherapie nicht mit einem schlechteren Gesamtüberleben verbunden als eine unbefristete Behandlung.
Wichtige Einschränkung der Studie
Die Ergebnisse sollten jedoch vorsichtig eingeordnet werden: Eingeschlossen waren ausschließlich Patientinnen und Patienten mit zytogenetischem Standardrisiko, die keine autologe Stammzelltransplantation und keine moderne Vierfach-Induktionstherapie erhalten hatten. Deshalb lässt sich aus der Studie nicht ohne Weiteres ableiten, dass eine zeitliche Begrenzung der Erhaltungstherapie für alle Menschen mit Multiplem Myelom gleichermaßen geeignet ist.
Was empfiehlt die S3-Leitlinie?
Die S3-Leitlinie Multiples Myelom empfiehlt nach Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation, allen Patientinnen und Patienten eine Erhaltungstherapie anzubieten. Für Patientinnen und Patienten mit Standardrisiko soll Lenalidomid als Erhaltungstherapie eingesetzt werden. Zur Dauer heißt es in der Leitlinie, dass die Lenalidomid-Erhaltungstherapie mindestens zwei Jahre und – sofern verträglich – bis zum Fortschreiten der Erkrankung fortgeführt werden sollte.
Einordnung für Patientinnen und Patienten
Die neue Auswertung liefert damit einen wichtigen Diskussionsbeitrag, ändert aber nicht automatisch die bisherige Leitlinienempfehlung. Ob und wie lange eine Erhaltungstherapie sinnvoll ist, hängt unter anderem von Risikoprofil, Vorbehandlung, Verträglichkeit, Nebenwirkungen, Lebensqualität und dem individuellen Krankheitsverlauf ab. Diese Entscheidung sollte daher immer gemeinsam mit dem behandelnden hämatologisch-onkologischen Team getroffen werden.
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GMMG-HD11: Neue Phase-III-Studie soll vielversprechende Myelomdaten bestätigen
Ab Juli 2026 soll die neue randomisierte Phase-III-Studie GMMG-HD11 an 60 Standorten in Deutschland starten. Sie ist die Nachfolgestudie der GMMG-HD10/DSMM XX-Studie, über die wir bereits in unserem Artikel „Neue Immuntherapie beim Multiplen Myelom: vielversprechende Studiendaten aus Heidelberg und Würzburg“ berichtet haben.
In der vorangegangenen Phase-II-Studie erreichte die Kombination aus Teclistamab und Standardtherapie bei neu diagnostizierten Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom bereits nach wenigen Monaten sehr tiefe Remissionen. Die GMMG-HD11-Studie soll nun prüfen, ob sich diese Ergebnisse in einer größeren Patientengruppe bestätigen lassen. Zusätzlich wird untersucht, ob bei sehr gutem Ansprechen einzelne Bestandteile der Kombinationstherapie verzichtbar sind oder die Behandlung verkürzt werden kann.
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Neue Hoffnung beim Multiplen Myelom – Behandlung im Rezidiv
Wie hat sich die Behandlung des Multiplen Myeloms in den letzten Jahren verändert – und was bedeutet das für Patientinnen und Patienten, wenn die Erkrankung zurückkehrt? In diesem Video-Podcast steht die Behandlung des Multiplen Myeloms im Rezidiv im Mittelpunkt.
Dr. Silke Schirrmacher-Memmel, Hämatoonkologin aus Aschaffenburg, erläutert im Gespräch, wie dynamisch sich die Therapielandschaft entwickelt hat und welche neuen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Dabei macht sie deutlich, dass moderne Therapieoptionen Betroffenen auch bei einem Rückfall neue Hoffnung geben können.
Dr. Schirrmacher-Memmel greift dabei zentrale Aspekte dieser Veränderungen auf und stellt die Perspektive der Patientinnen und Patienten in den Fokus: Was bewegt Betroffene? Welche Fragen entstehen bei einem Rückfall? Und wie können gute Information und ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Behandlungsteam helfen, die nächsten Schritte besser einzuordnen?
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CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom: Neue Daten machen auf seltene späte neurologische Nebenwirkungen aufmerksam
Die CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) kann beim mehrfach vorbehandelten Multiplen Myelom sehr wirksam sein. Eine aktuelle Auswertung der Uniklinik Köln rückt nun seltene, aber potenziell schwerwiegende neurologische Komplikationen in den Fokus, die nicht dem bekannten ICANS-Syndrom zugeordnet werden und auch erst Wochen bis Monate nach der Klinikentlassung auftreten können. Dazu zählen unter anderem Bewegungsstörungen, Hirnnervenlähmungen, Guillain-Barré-ähnliche Syndrome oder Entzündungen des Gehirns.
Die Forschenden betonen, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit von Onkologie und Neurologie sowie eine gute Aufklärung über mögliche Warnzeichen nach einer CAR-T-Zelltherapie ist. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Auch nach der Entlassung sollten neue neurologische Beschwerden ernst genommen und rasch ärztlich abgeklärt werden.
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Therapieentscheidungen im Rezidiv – den Alltag und die Lebensqualität im Blick
Das Multiple Myelom ist eine chronische Erkrankung, bei der es im Verlauf häufig zu Rezidiven kommt. Mit jedem Rückfall stellen sich neue Fragen zur optimalen Therapie: Welche Optionen ermöglichen eine wirksame Krankheitskontrolle bei möglichst guter Lebensqualität? Und wie lassen sich diese im Versorgungsalltag umsetzen?
Das auf der Yes!Con 2026 aufgezeichnete Panel beleuchtet Therapieentscheidungen im Rezidiv und gibt praxisnahe Einblicke in die Myelom-Versorgung. Dabei geht es auch darum, wie Betroffene und Behandlungsteams gemeinsam Wege finden können, die medizinische Möglichkeiten und persönliche Lebenssituation berücksichtigen.
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Multiples Myelom: Erstmals vollständig ambulante CAR-T-Zelltherapie
Erstmals in Deutschland wurde am Universitätsklinikum Köln eine CAR-T-Zelltherapie bei ausgewählten Menschen mit wiederkehrendem Multiplem Myelom vollständig ambulant durchgeführt. Eine veröffentlichte Untersuchung zeigt: Mit sorgfältiger Auswahl, engmaschiger Kontrolle und einem erfahrenen Behandlungsteam kann dieses Konzept sicher und praktikabel umgesetzt werden. Der Beitrag erläutert, was hinter dem ambulanten Vorgehen steckt und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.